RHEIN TRIFFT RHÔNE   -    RHIN RENCONTRE RHÔNE

Konzept einer deutsch-französischen Musik-Initiative
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Die Idee










Mögliche Fragen










Beispiel
Düsseldorf : Lyon













Die Umsetzung














Beispiele
musikalischer
Zusammenarbeit








Mögliche
Entwicklungen




Anhang
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Rhein und Rhône entspringen in der Schweiz in praktisch gegenüberliegenden Gebirgsmassiven. Der Vorderrhein aus dem Tomasee im St. Gotthard-Massiv, der Hinterrhein aus dem Rheinwaldhorn am Adula-Massiv und die Rhône aus dem Rhônegletscher am Dammastock mit Blick auf das St. Gotthard-Massiv. Sie fließen in völlig gegensätzliche Richtungen (Nord und Süd). Ihre Einzugsgebiete haben viele kulturwirtschaftliche Parallelen aufzuweisen (u.a. Weinbau, Industrie), sind jedoch klimatisch und wegen der geographischen Umstände sehr unterschiedlichen Charakters. Beide Flüsse stauen sich im Bodensee bzw. Genfer See bevor sie endgültig ihre gemeinsame Heimat mit verschiedenen Zielen verlassen.
Flüsse verbinden und trennen. Es ist interessant, den Weg des Wassers als Anlass zur Begegnung und des Vergleiches, der Information und des reinen Vergnügens zu nehmen. Dabei ist die Kunst der Musik nur ein Anfang.


Welchen Einfluß hat französische Volksmusik auf den dortigen Jazz?
Wie gehen deutsche Musiker mit traditioneller Musik ihres Landes um?
Welche Rolle spielt die jeweils eigene Sprache in der Musik?
Auf welche populären Formen und Elemente greifen die Musiker jeweils zurück?
Wie macht man im jeweiligen Land auf sich aufmerksam
(Verhältnis Provinz/Hauptstadt)?
Wie funktioniert das Modell der Künstlerförderung in Frankreich und wie wirkt sich das auf die musikalische Entwicklung und Qualität aus?


Für die Stadt Düsseldorf ist die künstlerische Gegenüberstellung mit der zweitgrößten Metropole und Millionenstadt Lyon reizvoll. Beide Städte haben ein von ihren jeweiligen Flüssen geprägtes Wirtschaftsleben. Sie sind Schlagadern ihrer Regionen. Politisch und kulturell sind beide bemüht, entweder - im Falle von Lyon - nicht den Anschluß ans zentralistische Paris zu verlieren oder wie in Düsseldorf sich gegenüber konkurrierenden Städten im Umland zu behaupten. Der Name Lyon steht für französische Lebensqualität und der Hinweis auf die geographische Lage läßt in Düsseldorf die Sehnsucht nach Urlaub und einem besseren Klima aufkommen. Die Stadt Düsseldorf ist in Lyon kaum bekannt. Es gibt keine touristischen oder kulinarischen Besonderheiten, die sich bis dorthin herumgesprochen hätten oder mit Düsseldorf in Verbindung gebracht würden. Insofern wäre dort Nachhilfe am richtigen Platz.


Es finden Konzerte und Projekte statt, deren Ziel es ist, internationale Begegnungen zwischen Musikern und anderen Künstlern zu realisieren.
Die Teilnehmer der Veranstaltungen stammen aus den Kulturräumen des Rheins und der Rhône.
Erster Austragungsort derartiger Begegnungen kann Düsseldorf sein, in weiteren Städten am Rhein sowie der Rhône sollte die Reihe fortgesetzt bzw. Veranstaltungen wiederholt werden.
Die Begegnungen/Konzerte könnten innerhalb einer Woche auf drei Tage verteilt sein, in Verbindung mit Workshops, einer Workshopband, Diskussionen. Aber auch einen längeren Zeitraum überspannende Veranstaltungskonzepte sind wünschenswert.
Die öffentlichen Veranstaltungen sollten von der Präsentation typischer regionaler Spezialitäten (auch Wein...) begleitet werden.


Eine erste musikalische Zusammenarbeit kann sich mit Musikern aus der Umgebung Lyons bis Arles ergeben, die zwar sogenannten Jazz spielen, in deren Kompositionen sich allerdings stark folkloristische oder musette-ähnliche Einflüsse niederschlagen.
In Frage kommen z. B. Musiker der ARFI Lyon (Jean Bolcato, Bass u.a.) oder Étienne Roche (Bass, Posaune) und seine Gruppen Besace, Musica Brass oder Septestre.
Eine Veranstaltung dieser Art hat bereits in Konzertform am 15. Dezember 2000 in der Schmiede Düsseldorf stattgefunden (Siehe Anhang).


Das Projekt muß nicht auf die beiden Länder Frankreich und Deutschland beschränkt sein. Das Konzept baut auf der organisatorisch und politisch vielleicht einfachsten Variante auf, würde allerdings durch die Berücksichtigung der Schweiz und der Niederlande an Spannung und Bedeutung gewinnen.





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PROGRAMMAUSZUG JAZZSCHMIEDE DÜSSELDORF 15. DEZEMBER 2000



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Biographische
Angaben

Johannes Leis

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Johannes Leis, geboren 1959, kam über sein klassisches Querflötenstudium in Köln und Düsseldorf zum Saxophon. Dabei ließ er sich von Lehrern wie James Towsey, Herb Geller und dem Raschèr Quartett inspirieren.

Johannes Leis sucht musikalisch immer wieder Neuland. Waren es früher Projekte mit Musiken von Irland bis Ghana, so bemüht er sich heute, Eindrücke und Erfahrungen in die instrumentale und harmonische Weiterentwicklung einzubringen.
In unterschiedlichen Formationen definiert er damit neue Horizonte seiner Musik.

Zur künstlerischen Arbeit von Johannes Leis zählen u.a. auch eine CD mit dem « neuzeitlichen Abraham » New Yorks, Moondog, 1991, seit 1989 die Begleitung von Stummfilmen in kleinen Ensembles, seit 1995 Saxophonmusik in Kirchen, das Wiesemann-Leis Duo (Baritonsaxophon und Piano) und das 1998 gegründete Johannes-Leis-Trio mit Klaus Mages - Schlagzeug und Hartmut Kracht - Kontrabaß.
In Frankreich gastiert Johannes Leis seit 1998 mit dem New Jazz Orchester ‘Grotorkèstre’ und Ensembles aus den Großräumen Lyon und Toulouse.

Weitere Stationen: Düsseldorfer Schauspielhaus 1995-96
Musikalische Leitung und Einstudierung
des Heine Spektakel Düsseldorf 1997
Konzert und Klanginstallationen Sylvesterball 1999/2000
der Tonhalle Düsseldorf

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Johannes Leis Sebastiansweg 12 40231 Düsseldorf
Tel. 0211-22 11 88 Fax 0211-261 23 43
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